Pferde

Chiropraktik beim Pferd

Eine chiropraktische Untersuchung und Behandlung ist beim Pferd dann sinnvoll, wenn sich Bewegungsabläufe, Leistungsfähigkeit oder auch das Verhalten verändern.  Häufig entstehen Funktionsstörungen der Wirbelsäule oder der Gliedmaßen schleichend und äußern sich zunächst nur durch kleine Auffälligkeiten im Training oder im täglichen Umgang. Ziel ist es, die Bewegungseinschränkungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, bevor sich daraus größere Probleme im Bewegungsapparat entwickeln.

Bei folgenden Problemen kann eine chiropraktische Behandlung hilfreich sein:

Nicht immer liegt die Ursache solcher Probleme in „Blockaden“ der Wirbelsäule. Eine sorgfältige Untersuchung hilft dabei, mögliche Ursachen einzugrenzen und gegebenenfalls weitere tierärztliche Diagnostik einzuleiten.

So läuft ein Termin ab

Eine ruhige und sorgfältige Untersuchung bildet die Grundlage jeder chiropraktischen Behandlung. Mir ist es wichtig, ausreichend Zeit für Sie und Ihr Pferd einzuplanen und individuell auf Ihre Situation einzugehen.

1. Anamnese

Tierärztin Sara Tadken im Besitzergespräch mit Laptop und Pferd. Es erfolgt die Dokumentation der Anamnese.

Zu Beginn besprechen wir die Vorgeschichte Ihres Pferdes. Dazu gehören unter anderem aktuelle Auffälligkeiten, Nutzung, Trainingsgewohnheiten sowie eventuell bereits vorhandene tierärztliche Befunde.

 

Auch Ihre persönlichen Beobachtungen sind dabei sehr wertvoll und helfen, ein möglichst vollständiges Bild zu erhalten.

2. Beurteilung in Ruhe

Tierärztin Sara Tadken bei der Palpation der Wirbelsäule eines Pferdes.

Zunächst betrachte ich ihr Pferd im Stand und beurteile Haltung und Körperbau. Anschließend taste ich die Muskulatur ab und überprüfe verschiedene Reflexe im Hals-,  Rücken- und Beckenbereich.

 

Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf Asymmetrien, Schmerzhaftigkeit und Verspannungen.

3. Beurteilung in der Bewegung

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Ihr Pferd wird – je nach örtlichen Gegebenheiten – sowohl auf hartem als auch auf weichem Boden vorgeführt und an der Longe vorgestellt.
Dabei achte ich besonders auf den Bewegungsablauf sowie mögliche Lahmheiten.

 

Sollten Hinweise auf eine weitergehende orthopädische Problematik bestehen, empfehle ich eine klassische tierärztliche Abklärung und überweise Sie gerne an Ihren Haustierarzt oder eine geeignete Klinik.

4. Untersuchung und Behandlung

Hände der Tierärztin Sara Tadken bei der chiropraktischen Behandlung eines Pferdes

Im Anschluss erfolgt eine gründliche Untersuchung der Beweglichkeit der einzelnen Gelenke von Wirbelsäule und Gliedmaßen. Auf diese Weise können die Bewegungseinschränkungen genau lokalisiert werden.

 

Festgestellte „Blockaden“ können mit präzisen chiropraktischen Impulsen, sogenannten „Adjustments“, behandelt werden. Dabei geht es nicht um die Stärke des Impulses – entscheidend ist vielmehr seine Schnelligkeit und Genauigkeit.

5. Beratung & Nachsorge

Tierärztin Sara Tadken im Besitzergespräch in der Sonne im Grünen.

Zum Abschluss besprechen wir die erhobenen Befunde und das weitere Vorgehen. Sie erhalten Empfehlungen zur Bewegung in den nächsten Tagen, zum Training, sowie zu möglichen unterstützenden Maßnahmen.

 

Bei Bedarf halte ich gerne Rücksprache mit Ihrem Haustierarzt, um die Befunde und den weiteren Behandlungsplan abzustimmen.

Auch nach einer erfolgreichen Behandlung können im Alltag erneut Bewegungseinschränkungen („Blockaden“) entstehen. Pferde bewegen sich frei, spielen, rutschen aus oder kompensieren andere Belastungen – all das kann den Bewegungsapparat immer wieder beeinflussen.

 

In welchen Abständen eine erneute chiropraktische Behandlung sinnvoll ist, hängt vom individuellen Pferd sowie von der zugrunde liegenden Problematik ab. Regelmäßige Kontrollen oder Wiederholungsbehandlungen sollten mindestens einmal jährlich erfolgen, können aber vor allem bei akuten Beschwerden auch bereits nach wenigen Wochen erforderlich sein.

 

Gelegentlich kann es nach der Behandlung auch vorkommen, dass bisher unauffällige Probleme, wie beispielsweise eine Lahmheit, deutlicher sichtbar werden. Dies liegt daran, dass der Körper sich nach der Behandlung neu organisiert und bestehende Kompensationsmechanismen wegfallen können.

 

Bei Fragen oder Unsicherheiten stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.